Bräunungsmethode
Wenn die Haut (die ursprüngliche Haut) von geschältem Fleisch lange Zeit liegen bleibt, verrottet sie; trocknet sie aus, wird sie hart. Um dies zu verhindern, werden in mehreren Schritten, dem Gerben, Öl, Schmutz und unerwünschte Bestandteile entfernt, um das Leder korrosionsbeständig, hitzebeständig und geschmeidig zu machen. Allgemein gesprochen bezeichnet man das, was von Tieren geschält wird, als Haut und das Gerbte als Leder. Es gibt viele Gerbverfahren, die sich grob in Tannin- und Chromgerbung unterteilen lassen. Tanningerbung (pflanzlich)
Es handelt sich um die seit der Antike angewandte Gerbmethode mit pflanzlichen Tanninen (die einen adstringierenden Geschmack haben). Gerbstoffgegerbtes Leder wird auch als Glattleder bezeichnet und zeichnet sich durch eine relativ harte Textur und Elastizität aus. Vor dem Färben ist das Gerbstoff hellbraun und saugt leicht Öl auf. Im Gebrauch verfärbt es sich durch Säureeinwirkung und Sonneneinstrahlung gelblich-weiß. Nach der Verbrennung entstehen keine Schadstoffe. Chromgerbung (mineralisch).
Das Gerbverfahren mit Chromsalzen ist im Vergleich zur Tanningerbung zeit- und kostensparend und eignet sich daher für die Massenproduktion. Chromgegerbtes Leder ist elastisch, hitzebeständig und dehnbar und aufgrund seiner relativen Weichheit auch maschinell vernähbar. Vor dem Färben hat es eine hellblaugraue Farbe, die beim Färben eine bessere Farbabgabe ermöglicht und nicht so leicht verblasst. Bei der Verbrennung entsteht giftiges sechswertiges Chrom; daher ist beim Umgang mit dem Leder Vorsicht geboten.